Diese 5 Pflanzen können Sie im April setzen

Der April ist der große Startschuss im Garten. Die Böden erwärmen sich, die Fröste lassen nach, und wer jetzt die richtigen Pflanzen in die Erde bringt, legt den Grundstein für einen üppigen Sommer. Wer zögert, verliert wertvolle Wochen – denn viele Arten brauchen genau dieses Zeitfenster, um sich vor der Hitze fest zu verwurzeln.

Fünf Pflanzen eignen sich besonders gut für die Aprilpflanzung: Sie vertragen leichte Restkälte, treiben zuverlässig aus und füllen Beete, Kübel und Balkonkästen mit Leben. Die folgenden Seiten zeigen Ihnen, welche das sind, wie Sie beim Einpflanzen vorgehen und worauf Sie in den ersten Wochen achten sollten. Greifen Sie zur Schaufel.

Zeitaufwand pro Pflanze10–20 Minuten
Gesamtdauer (5 Pflanzen)ca. 1,5–2 Stunden
SchwierigkeitsgradEinsteiger
Empfohlene SaisonFrühling – April
Geschätzte Kosten15–50 € je nach Auswahl und Anzahl

Welche 5 pflanzen im April in die Erde kommen

1. Kartoffeln

Kartoffeln gehören zu den dankbarsten Aprilpflanzungen überhaupt. Sobald der Boden auf etwa 8–10 °C erwärmt ist – was in den meisten Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz im April der Fall ist – können vorgekeimte Saatkartoffeln in die Erde. Das Vorkeimen, also das Auslegen der Knollen an einem hellen, kühlen Ort zwei bis vier Wochen vor der Pflanzung, verkürzt die Zeit bis zur Ernte erheblich und stärkt die Triebe. Die Knollen werden in Reihen mit 30–35 cm Abstand und einer Tiefe von 10–12 cm gesetzt, Augen nach oben. Zwischen den Reihen sollten 60–70 cm Platz bleiben, damit Sie später anhäufeln können – das schützt die heranwachsenden Knollen vor Licht und Frost. Ein lockerer, humusreicher Boden mit guter Drainage ist die beste Voraussetzung. Schwere, lehmige Böden sollten Sie vorab mit Sand oder reifem Kompost auflockern.

2. Tomaten (im Frühbeet oder Gewächshaus)

Tomaten sind im April noch nicht draußen an der freien Luft sicher – Nachtfröste können ihnen schaden. Wer jedoch ein Frühbeet, ein Gewächshaus oder ein unbeheiztes Glashaus zur Verfügung hat, kann Jungpflanzen ab Mitte April dort einsetzen. Das gibt ihnen einen entscheidenden Vorsprung gegenüber Pflanzen, die erst nach den Eisheiligen im Mai nach draußen kommen. Beim Einpflanzen gilt: tief setzen. Tomaten bilden entlang des vergrabenen Stängelabschnitts zusätzliche Wurzeln – das macht die Pflanze standfester und widerstandsfähiger. Ein Pflanzabstand von 50–70 cm je nach Sorte sowie ein Stützstab direkt beim Einpflanzen sind Pflicht. Sorgen Sie für gleichmäßige Feuchtigkeit, aber vermeiden Sie Staunässe.

3. Erdbeeren

Erdbeerpflanzen, die im April gesetzt werden, tragen im selben Sommer bereits Früchte – vorausgesetzt, Sie verwenden sogenannte Frigo-Pflanzen oder kräftige Topfware aus dem Handel. Der ideale Pflanzabstand beträgt 25–30 cm in der Reihe, mit 40–50 cm zwischen den Reihen. Entscheidend beim Einpflanzen: Das Herzstück der Erdbeere, der zentrale Wachstumspunkt zwischen den Blättern, darf weder zu tief noch zu hoch sitzen – er muss bündig mit der Bodenoberfläche abschließen. Zu tief gepflanzte Erdbeeren faulen, zu hoch gesetzte vertrocknen. Ein sonniger Standort und durchlässiger, leicht saurer Boden fördern Ertrag und Aroma. Nach dem Einpflanzen gut angießen und die ersten Blüten im ersten Jahr großzügig entfernen, wenn Sie die Pflanze langfristig kräftigen möchten.

4. Salat (Kopfsalat, Pflücksalat, Lollo)

Salat ist die schnellste Möglichkeit, den Aprilgarten zum Leben zu erwecken. Jungpflanzen aus der Gärtnerei oder vom Markt können bereits ab Anfang April ins Beet, denn Salat verträgt leichte Temperaturen um 0 °C kurzzeitig, solange keine anhaltenden Fröste drohen. Der Pflanzabstand richtet sich nach der Sorte: Kopfsalat braucht 25–30 cm in jede Richtung, Pflücksalat und Lollo kommen mit 20 cm aus. Lockerer, feinkrümeliger Boden und eine gleichmäßige Wasserversorgung sind die beiden wichtigsten Faktoren. Salat bildet ein flaches Wurzelwerk – Trockenheit führt schnell zu Stress und bitterem Geschmack. Gießen Sie morgens, damit die Blätter über den Tag abtrocknen und Pilzkrankheiten weniger Angriffsfläche finden.

5. Sommerblumen: Ringelblume, Jungfer im Grünen, Löwenmäulchen

Wer schon im April Farbe in den Garten bringen möchte, greift zu frosttoleranten Sommerblumen, die bereits bei kühlen Temperaturen anwachsen. Ringelblumen (Calendula officinalis) lassen sich direkt als Samen in das vorbereitete Beet säen – sie keimen zuverlässig und blühen schnell. Löwenmäulchen (Antirrhinum majus) und Jungfer im Grünen (Nigella damascena) können als Jungpflanzen ins Beet oder in Kübel gesetzt werden. Diese Arten bereichern nicht nur optisch: Ringelblumen zum Beispiel halten Schädlinge von Gemüsebeeten fern und locken Bestäuber an. Pflanzen Sie in lockere, gut durchlüftete Erde, und schneiden Sie verblühte Köpfe regelmäßig ab – so blühen die Pflanzen bis in den Herbst hinein.

So bereiten sie den Boden im April richtig vor

Der Erfolg der Aprilpflanzung steht und fällt mit der Bodenqualität. Harken Sie die Beete mit einer Sauzahn-Harke oder einem Kultivator auf, um Verdichtungen aus dem Winter zu lösen. Entfernen Sie dabei Unkraut mit Wurzel – im April ist der Boden noch feucht genug, um ganze Wurzeln herauszuziehen, ohne den Boden zu beschädigen. Arbeiten Sie eine 3–5 cm starke Schicht reifen Komposts ein, um den Boden mit Nährstoffen anzureichern und die Bodenstruktur zu verbessern. Schwere Böden profitieren von einer Beigabe von feinem Sand oder Perlite, sandige Böden von zusätzlichem Kompost oder reifem Mist. Gießen Sie die Beete einen Tag vor der Pflanzung gut durch – feuchter, aber nicht nasser Boden ist die ideale Ausgangslage.

Das richtige werkzeug für die Aprilpflanzung

  • Pflanzholz oder Pflanzschaufel für präzise Pflanzlöcher
  • Sauzahn-Harke oder Kultivator zur Bodenlockerung
  • Gießkanne mit breiter Brause für schonendes Angießen
  • Handschuhe aus Leder oder beschichtetem Stoff
  • Maßband oder Pflanzstock zum Einhalten der Abstände
  • Etiketten und Wasserfestmarker zur Beschriftung

Der Profi-Tipp für den April

Im April sind die Nächte noch unberechenbar. Halten Sie eine Lage Vlies oder einen Frostschutzvlies griffbereit – nicht als ständige Abdeckung, sondern für die Nächte, in denen der Wetterdienst Temperaturen unter 2 °C meldet. Frisch gesetzte Pflanzen sind in den ersten zwei Wochen am verwundbarsten, weil ihre Wurzeln noch keinen festen Halt haben. Gerade Tomatenjungpflanzen im Frühbeet und frisch gesetzte Erdbeeren danken es Ihnen, wenn Sie an kritischen Nächten kurz schützen. Entfernen Sie das Vlies tagsüber konsequent, damit die Pflanzen genug Licht und Luft bekommen.

Pflege in den ersten wochen nach der Pflanzung

Die erste Bewässerung nach dem Einpflanzen ist die wichtigste: Gießen Sie so lange, bis das Wasser nicht mehr sofort versickert und der Boden rund um die Wurzeln gleichmäßig feucht ist. In den darauffolgenden Tagen mäßig weitergießen – der Boden soll leicht feucht, aber nicht nass sein. Eine 3–5 cm starke Mulchschicht aus Rasenschnitt, Stroh oder Rindenmulch um die Pflanzen herum hält die Feuchtigkeit länger im Boden, unterdrückt aufkeimendes Unkraut und reguliert die Bodentemperatur. Kontrollieren Sie die Pflanzen nach etwa einer Woche: Aufrechter Stand, neue Blattansätze und frische Farbe zeigen, dass die Pflanze angewachsen ist.

Weiterführende überlegungen und alternativen

Wer keinen eigenen Garten hat, kann Kartoffeln in großen 30–40 Liter Kübeln auf dem Balkon ziehen, Erdbeeren gedeihen hervorragend in Hängeampeln oder Erdbeertürmen, und Salat füllt Balkonkästen schneller als jede Blume. Für Tomaten bieten sich spezielle Balkontomaten-Sorten wie „Balkonzauber" oder „Tumbling Tom" an, die kompakt wachsen und keine Stäbe benötigen. Wer seine Bepflanzung systematisch ausbauen möchte, legt im April gleichzeitig eine kleine Aussaat unter Folie an – so hat man im Mai Nachschub, wenn erste Pflanzen abgeerntet sind oder Lücken entstehen.

Geschätzte kosten im überblick

PflanzeFormKosten (Richtwert)
KartoffelnSaatkartoffeln, 1 kg2–5 €
TomatenJungpflanze2–4 € pro Stück
ErdbeerenFrigo-Pflanze oder Topfware1–3 € pro Pflanze
Salat6er-Schale Jungpflanzen1,50–3 €
SommerblumenSamen oder Jungpflanzen1–5 €

Häufig gestellte fragen

Können alle fünf pflanzen gleichzeitig in dieselbe erde gesetzt werden?

Grundsätzlich ja, wenn die Bodenbedingungen passen – lockerer, humusreicher und gut durchlässiger Boden kommt allen fünf Arten zugute. Allerdings sollten Sie Tomaten und Kartoffeln nicht in unmittelbarer Nähe zueinander pflanzen: Beide gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und teilen dieselben Krankheitserreger, insbesondere den Erreger der Kraut- und Knollenfäule. Halten Sie zwischen diesen beiden Arten einen Abstand von mindestens 2–3 Metern.

Was tun, wenn nach der Pflanzung frost angekündigt wird?

Decken Sie empfindliche Pflanzen wie Tomaten und frisch gesetzte Erdbeeren mit Gartenvlies ab, sobald der Wetterdienst Nachttemperaturen unter 2 °C meldet. Kartoffeln, die noch nicht oder kaum aufgelaufen sind, schützen sich durch die Erdschicht selbst – sind die Triebe jedoch bereits sichtbar, häufeln Sie kurzerhand Erde über die Triebe. Salat und Sommerblumen wie Ringelblume sind deutlich frosttoleranter und brauchen in der Regel keinen Schutz bei kurzen, milden Frösten.

Wie erkenne ich, ob eine frisch gesetzte pflanze gut angewachsen ist?

Angewachsene Pflanzen zeigen nach sieben bis vierzehn Tagen neue Blattansätze und stehen aufrecht, ohne zu welken. Ein guter Test: Ziehen Sie leicht an der Pflanze – spüren Sie Widerstand, hat sich das Wurzelsystem bereits im Boden verankert. Welken am Mittag bei starker Sonneneinstrahlung ist in den ersten Tagen normal; entscheidend ist, dass sich die Pflanze morgens und abends erholt und wieder aufrichtet.

Muss ich im April düngen?

Wer den Boden beim Vorbereiten mit reifem Kompost angereichert hat, muss in den ersten vier bis sechs Wochen in der Regel nicht zusätzlich düngen. Eine Ausnahme bilden Tomaten in Kübeln: Da das Substratvolumen begrenzt ist, empfiehlt sich ab dem Einpflanzen ein langsam freisetzender Volldünger in Granulatform, der die Pflanze kontinuierlich versorgt. Für Pflanzen im Freilandbeet gilt: Weniger ist mehr – übermäßige Stickstoffgaben im April fördern weiches, anfälliges Blattwerk.

Kann ich die pflanzen auch in Töpfen und auf dem Balkon anbauen?

Ja, und für viele Stadtgärtner ist das die einzige Option. Achten Sie dabei auf ausreichend große Gefäße: Kartoffeln brauchen mindestens 30 Liter Fassungsvermögen pro Pflanze, Tomaten 20–30 Liter, Erdbeeren kommen mit 5–10 Litern pro Pflanze aus. Balkonkästen mit mindestens 20 cm Tiefe eignen sich gut für Salat und Sommerblumen. Stellen Sie sicher, dass alle Behälter Abzugslöcher haben – Staunässe ist auf dem Balkon das größte Risiko.